Über uns
Die Geschichte des SV Obersasbach

Die Geschichte der Obersasbacher Fußballer ist auch eine Geschichte ihres Sportplatzes. Angefangen hat alles 1952 in der „Grässelmühle“, als eine Schar von 29 sportlichen Optimisten den Fußballverein aus dem Nichts gründete. Der erste Sportplatz wurde im Jahre 1953 durch viel Eigenarbeit auch dort angelegt. Wobei dieser Platz, aus heutiger Sicht undenkbar, für die Gastwirtschaft auch als Parkplatz diente. Zudem kann man in einem Protokoll nachlesen, dass der Platz „den Nachteil habe, dass bei Regenwetter der Lehm aufgeweicht wird und die Spieler im Spiel sehr behindere“. 22 Jahre wurde der Platz so genutzt, der Verein wuchs zum damals mitgliederstärksten Verein in Obersasbach heran. Sportlich war man aus der untersten C-Klasse 1967 in die B-Klasse aufgestiegen. Im gleichen Jahr hatte man auch in Eigenarbeit einfache Umkleideräume beim Sportplatz gebaut.
1974 zog der Sportverein dann auf das heutige, gemeindeeigene Sportgelände bei der Grindehalle um und ein Jahr später war auch das jetzige Clubhaus aufgestellt. Auch sportlich konnte man sich steigern: Im Jahre 1990 schaffte man den Aufstieg in die A-Klasse, musste aber sieben Jahre später wieder zurück in die Kreisklasse B. Im 50. Vereinsjahr (2002) hoffte man, nach einer gründlichen Renovierung des Platzes im gleichen Jahr, langfristig auf eine Erweiterung der Sportanlage um einen Rasenplatz.
Im Jahr 2003 änderte sich der Wunsch: Nun war die Umgestaltung des bisherigen Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz das Ziel. 2007 war es dann soweit: Am 21. Mai wurde mit den Arbeiten begonnen, am 19. August wurde der neu gestaltete Sportplatz eingeweiht. Dabei hatten Vereinsmitglieder über 5.400 Arbeitsstunden in Eigenleistung eingebracht, so wurde die komplette Außenanlage nebst Drainage neu geschaffen. Daneben wurde auch noch ein Bolzplatz mit Tartanbelag erstellt, der der heimischen Jugend offen stehen soll. Dieser Platz wurde, ebenfalls mit viel Eigenleistung, im August 2008 fertiggestellt.
2009 eröffnete der SVO zwei Boulebahnen, die auf Initiative von Rolf Bruder entstanden. 2011 kam noch ein Geräteschuppen hinzu, um die Platzpflegegeräte sinnvoll unterbringen zu können. Auch hier wurden rund 900 Arbeitsstunden durch Mitglieder ausgeführt.
Neben den sportlichen Aktivitäten in der Jugend- und Erwachsenenarbeit führt der Verein jährlich Fußballturniere durch, die sich im Laufe der Jahre von Turnieren der Vereinsmannschaften zu Wettbewerben von Hobbymannschaften gewandelt haben. Im geselligen Bereich veranstaltete der SVO lange Jahre in der Fasnachtszeit einen Preismaskenball, der dem Trend der Zeit weichen musste. Dafür veranstaltet der Verein Anfang Januar eine Après-Ski-Party und organisiert seit 2010 das traditionelle Winzerfest in Obersasbach.
Ehrenmitglieder
Bei der Vergabe der Ehrenmitgliedschaft war der Verein recht sparsam. Neben dem 2007 verstorbenen Alfons Huber sind heute — vornehmlich durch ihre besonderen Leistungen beim Sportplatzbau — Bernd Marx, Ernst Bruder, Rolf Bruder, Siegfried Beppler und Konrad Zink Ehrenmitglieder des Vereins.
Seit 2010 gehört auch Manfred Sester zu den Ehrenmitgliedern, er betreut das Clubhaus schon seit über 25 Jahren. 2012 wurde der frühere Vorsitzende Erhard Weisser zum Ehrenmitglied ernannt; seit über 30 Jahren sponsert er mit seiner Firma in besonderer Weise den SVO. Seit 2015 gehört auch Karl Reichert in diesen Kreis, der jahrelang als aktiver Helfer tätig war. 2023 wurde Manfred Hörth nach 43 Jahren in der geschäftsführenden Vorstandschaft zum Ehrenmitglied des SVO ernannt.
Spielgemeinschaften
Im sportlichen Bereich hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert.
Im Jugendbereich pflegt der SVO seit 2008 Spielgemeinschaften mit den Nachbarvereinen SV Lauf und SV Sasbachwalden. Die demografische Entwicklung macht dies notwendig, da eigenständig nicht mehr alle Altersklassen eine eigene Mannschaft stellen könnten. Ab 2016 wurden die Spielgemeinschaften mit dem SV Sasbach und dem VfB Unzhurst erweitert.
Auch im Frauenfußball ist der SVO aktiv: Seit 2008 gibt es eine Damenmannschaft, die 2014 den Bezirkspokal gewann und nach der Meisterschaft in der Saison 2014/15 in der Landesliga spielte. Seit der Saison 2023/24 spielen die Damen des SV Obersasbach wieder in der Landesliga.
Bei den Senioren musste der SVO 2012 mit dem SV Lauf eine Spielgemeinschaft eingehen, da der Spielerkader so weit geschrumpft war, dass ein Spielbetrieb mit zwei Mannschaften nicht mehr gewährleistet war. In dieser SG Lauf/Obersasbach sind zwei Mannschaften aktiv.
Zu prüfen: Die Angaben zu den aktuellen Ligen stammen aus der alten Website und beziehen sich teilweise noch auf die Saison 2020/21. Sie sollten auf den aktuellen Stand gebracht werden.
Vereinsvorsitzende
| Zeitraum | Vorsitz |
|---|---|
| 1952–1954 | Hermann Striebel |
| 1954–1957 | Josef Köninger (III) |
| 1957–1962 | Wilhelm Striebel |
| 1962–1965 | Alfons Huber |
| 1965–1967 | Richard Grässel |
| 1967–1974 | Siegfried Beppler |
| 1974–1982 | Rolf Bruder |
| 1982–1996 | Erhard Weisser |
| 1996–2004 | Georg Meier |
| 2004–2017 | Manfred Hörth |
| 2017–2018 | Michael Sester (Verwaltung), Stefanie Niebel (Organisation), Markus Weisenbach (Sport) |
| 2018–2019 | Tobias Tisch (Sport), Stefanie Niebel (Organisation) |
| 2019–2021 | Tobias Tisch (Sport), Marcel Hopfenheit (Organisation) |
| seit 2021 | Marcel Hopfenheit (Organisation), Fabian Konzelmann (Verwaltung) |